TEIL II – Kommunikation mit dem Kollektiven Pferde-Bewusstsein

TEIL II – Kommunikation mit dem Kollektiven Pferde-Bewusstsein

Einer Eingebung folgend habe ich die wundervollen Mitglieder meiner Facebook-Gruppe „Erkenne dein Tier als Spiegel – kreiere deinen Himmel auf Erden“ gefragt, welche Fragen sie an das „Kollektive Pferde-Bewusstsein“ auf dem Herzen hätten – also der gesamten Pferde auf dieser Erde, so wie wir gemeinsam die Menschheit bilden.

Spannende Fragen wurden gestellt und noch spannendere Antworten habe ich erhalten!

Da die Antworten umfangreicher ausfielen, habe ich das Gespräch in drei Teile unterlegt. Hier wartet der zweite Teil auf dich! :)

(Den ersten Teil findest du hier: https://www.sarahrogalski.com/kommunikation-mit-dem-kollektiven-pferde-bewusstsein/)

Ich nehme erneut Kontakt auf zu dem Kollektiv-Bewusstsein der Pferde.

Diesmal sehe ich die Pferdeherde, wie sie auf kargem Gras steht und fast alle Pferde mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt sind. Suncloud tritt wieder als Sprecher der Gruppe hervor. Er schnaubt ab, wirkt ehrfurchterbietend, aber ebenso einladend und liebevoll.

Er freut sich sehr, dass ich wirklich wieder gekommen bin, um seine Botschaften in die Welt zu bringen. Doch als ich übersetze lenkt er ein und sagt, es seien nicht „seine“ Botschaften. Es seien die Botschaften aus der „Cloud“, aus der gesammelten Wolke, dem gesammelten Wissen. Diese Quelle zapft er an. Wir Beide sind das Bindeglied. Er holt sie aus der „Wolke“, ich übersetze und bringe sie in die Welt. Wir sind nur das Zwischenstück, zwischen den Informationen und der Menschheit.

Es ist wichtig, dass eure Menschheit diese Informationen jetzt erhält, weißt du. Es geht dabei nicht nur um uns Pferde, es geht dabei um das Wesentliche. Um wesentliche Lebensbotschaften. Um ein „Ja“ zum Leben, ein „Ja“ zu den Begebenheiten. Denn nur, wenn ein „Ja“ da ist, kann sich etwas für Veränderung öffnen. Aktuell befindet sich noch ganz viel Widerstand auf unserem Planeten. Widerstand und Ablehnung – also das innere „Nein“. Dies blockiert jedoch den natürlichen Lebensfluss. Seid generell bitte mehr FÜR etwas und nicht GEGEN etwas. Ihr bekriegt euch gerne. Nicht nur körperlich, materiell, sondern auch geistig. Ihr verletzt euch gegenseitig – welch andere Spezies tut das? Es ist nicht natürlich. Nicht der Ursprung. Und ihr seid im Erwachen. Ihr geht hin zu dem Prozess, in welchem ihr wieder Zusammenschluss findet.

Es ist mir sehr wichtig, diese Botschaften gleich zu Anfang zu liefern, da die folgenden Antworten nicht auf ein „Siehste!“ oder „Hab ich doch gesagt….!“ abdriften sollen. Meine Worte sollen VERBINDEN. Nicht noch weiter spalten. Ihr dürft euch in Akzeptanz und Toleranz üben. Niemand ist besser oder schlechter. Das möchte ich sagen, bevor ich deine / eure weiteren Fragen beantworte, Sarah.

Herzlichen Dank! Ich spüre die Wahrheit deiner Botschaft, die Kraft dahinter und ich verstehe dich sehr gut. Natürlich übersetze ich 1:1, was du mir übermittelst.

Danke!

Darf ich dir jetzt die Fragen stellen, welche den Menschen auf der Seele liegen?

Sehr gerne.

Wie sehen Pferde das “genutzt werden”, also Reiten, Fahren, Coaching, Landwirtschaft, Kinderreiten, Reittherapie usw…?
Was machen sie am liebsten bzw. unter welchen Umständen ist es gut für sie?

Wie sieht es mit euch aus?

Von Suncloud geht ein liebevolles, weises Gefühl aus.

Ich warte einen Moment ab.

Wie sieht es mit euch aus? Ich meine das ernst…reflektiert euch.

Suncloud teilt mir mit, dass wir alle hier sind um einen Dienst am Nächsten zu leisten. Unter anderem! Wir sind hier zur Entwicklung, zum Wachstum, Erfahrungen sammeln, aber während wir das tun unterstützen wir uns auch gegenseitig. Jeder hier ist perfekt auf der Welt. Jeder so wie er ist. Wir sehen die anderen, um uns selbst zu reflektieren. Wir sehen im Außen, was wir in uns noch ablehnen, nicht akzeptieren oder ungeborene Potentiale, die noch freigelegt werden dürfen. Die ganze Welt dient dem DIENEN. Dem Dienen aus dem Herzen heraus. Denn das selige Geben ist die größte Freude. Und den Pferden geht es auch hier nicht anders, als den Menschen. Es kommt stets auf die geistige Haltung an, die Umstände und es kommt darauf an, ob ein Jemand für seinen „Job“ geboren ist oder nicht. Jeder darf so gesehen werden, wie er ist und gehört darin unterstützt und bestärkt. Doch genau da liegt das Problem. Das, was wir noch lernen dürfen.

Suncloud nimmt wieder ein Menschenleben zum Vergleich. Er sagt, wir sollen uns einen kleinen Jungen vorstellen, der geboren wird. Er ist der geborene Künstler! Ein Musiker! Aber seine Eltern sehen etwas anderes in ihm – er ist in einem Kreis von Rechtsanwälten und Juristen geboren und das ist die Erwartung, der Stempel, welcher ihn aufgedrückt wird. Er wird nun in alle Maßnahmen und ins rechte Umfeld gebracht, damit er bloß in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Doch er will Klavier spielen…Musik hören…singen. All das wird nicht sehr ernst genommen, seine Gaben verkümmern. Er wird ein unzufriedener, in sich gekehrter Rechtsanwalt, der seine Eltern zufrieden gestellt hat, aber seinen Lebenszweck komplett verfehlt hat. Er ist dadurch für niemanden eine Bereicherung – er ist in seinem Job nicht gut, weil er dazu einfach nicht geboren ist, hat also sehr mäßigen Erfolg, er wird unzufrieden und verbittert, grollt seinen Eltern innerlich. Seine Eltern sind ebenso unglücklich, weil sie spüren, dass sich ihr Sohn immer mehr distanziert, unglücklich ist.

Sein ganzes Leben hätte anders verlaufen können, hätten seine Eltern ihre eigenen Erwartungen losgelassen und ihn in dem gefördert und bestärkt, was er mitgebracht hat.
Er hätte ein großartiger Pianist werden können! Menschen, die zuhören bereichern können, indem er ihre Herzen mit seiner Musik berührt, er hätte Erfolg gehabt, wäre glücklich geworden und seine Eltern säßen glücklich und stolz im Publikum. Glücklich über das Glück und den Erfolg des Sohnes und über die schöne Beziehung zu ihm, da er ihnen auf ewig dankbar sein wird, dass sie ihm immer beigestanden haben…

Weißt du was ich meine, Sarah?

Ja, ich denke schon! :) Und es ist ein wunder-wunderschöner Vergleich. Vielen Dank! Magst du noch einmal in deinen Worten sagen, was es auf die Pferdewelt übertragen bedeutet?

Aber selbstverständlich…

Ein jedes Lebewesen wird dann glücklich, wenn es GESEHEN wird. Und zwar dann, wenn SEIN Wesen gesehen wird und nicht das, was ihm von Außen aufgedrückt wird. Wenn ein Rennpferd körperlich geboren wird, in ihm aber ein anderer Geist steckt und es zu einem Rennpferd gemacht wird – durch das Umfeld, das Training etc., dann wird es nicht erfolgreich, nicht glücklich, oft schwerkrank. Die Pferde sind so unterschiedlich, wie die Menschen. Jeder hat seine Gaben! Und ein Jeder ist glücklich, wenn seine Gaben erkannt und gesehen werden und es sich dann frei nach seinem Wesenskern entfalten kann und darf.

Sarah, es gibt Pferde, die wollen geritten werden, die lieben es sogar und ja ich weiß, in deiner „Szene“ wird es jetzt einen großen Aufschrei geben – nein, sie werden missbraucht, versklavt, es wird ihnen wehgetan.
Nein, kein Geschöpf lässt sich gerne wehtun und ich meine auch nicht das Reiten auf einem „Du machst, was ich will, sonst setzt es Hiebe…“-Wege. Ich meine ein Reiten im Einklang. Es gibt Pferde, die lieben Turnier-Erfolge. Ihre Seelen sehnen sich nach Anerkennung, sie streben nach Meisterschaft. Aber es gibt genauso Pferde, die sehr sensibel sind, denen es zu viel ist, die nicht geritten werden wollen. Die einfach ihre Ruhe möchten. Manche wollen einfach Mama sein, einfach in der Herde „untergehen“, manche suchen und lieben das Abenteuer.

Und Sarah, ich spüre deine Energie – und ich spüre die Energie derer, die sich von diesem, unseren Text angezogen fühlen werden. Vielleicht verirrt sich hier auch jemand. Auch okay…der darf gerne weiter lesen, denn wir kommen ja nochmal zur „Akzeptanz und Toleranz“, aber an der Stelle sei gesagt – du bist ein Freigeist! Und Freigeister müssen frei sein, sie wollen ihrem Sein Ausdruck verleihen, sie brauchen Ruhe und Rückzug, sie brauchen aber genauso Anteilnahme und Wertschätzung. Sie wollen auch etwas tun, aber nicht nach einem festgelegten Schema. Und Sarah, ich erinnere dich: Jeder ist individuell!
Ein Pferd liebt es den Menschen zu coachen, ein anderes liebt es einem Kind zu helfen das Gleichgewicht auf seinem Rücken halten zu lernen, ein anderes liebt es zu springen, aber ein anderes will einfach nur Pferd sein. Einfach nur fressen, schlafen, in der Herde sein, beobachten.

Und es geht darum so sensibel zu sein herauszufinden, was das Bedürfnis DEINES Pferdes ist. Denn das ist die Krux des Menschen: Der Mensch stülpt anderen Lebewesen (auch seinesgleichen) gerne etwas über, was derjenige nicht ist! Er redet sich ein, dass sein Pferd auch gerne geritten werden mag, auch wenn die Augen und der Körper des Pferdes eine andere Sprache sprechen. Sarah, wichtig: Ich spreche nicht von diesen Pferden, wenn ich sage, manche lieben es geritten zu werden. Die Pferde lehren euch Akzeptanz und Toleranz, sie lernen euch Empathie und Mitgefühl. Tief im Kern habt ihr alle den Zugang zu diesem Gefühl, vertraut ihm! Fühlt ihr es nicht, so sucht euch Hilfe von Außen.

Er sagt weiter, dass es zur aktuellen Zeit sämtliche Individuen gibt, die alle unterschiedliche Bedürfnisse haben. Wir dürfen uns darin üben andere so zu sehen, wie sie sind. Ihnen nicht unsere Vorstellung, Bedürfnisse und Meinungen überzustülpen.
Generell befindet sich die Welt in einem tiefen Aufbruch. Das was heute noch gilt, wird es morgen nicht mehr geben. Wir alle streben nach mehr Freiheit, mehr Eins-Sein. Wieder zurück zum Ursprung. Alles, was jetzt gerade passiert im Innen, so wie im Außen bereitet uns auf diese „neue Erde“ vor. Auch diese Reibungen sollen wir nicht be-werten, das wir anderen versuchen unsere Meinungen etc. überzustülpen oder aus jemanden etwas anderes zu machen, als er in Wahrheit ist. Die Seele hat es sich so ausgesucht. Es diente dem Zweck seines Wachstums. Generell geht es hier auf der Erde um die Eigen-Verantwortlichkeit. Der Junge z.B. hätte all seine Kräfte mobilisieren können einen anderen Weg einzuschlagen, seine Passion dennoch zu leben. Bei den Pferden ist dieses schwieriger. Sie entziehen sich dem Plan der Menschen dann häufig durch Krankheit oder ähnlichem.

Wir dürfen wieder lernen zuzuhören. Jedem Einzelnen.

Wie?

So, wie du mir gerade lauscht…

Aber wie können es die Menschen, die glauben es verlernt zu haben? Die sich unsicher sind?

Ganz tief im Kern wissen sie, um das, was ihr Pferd wirklich wünscht und braucht! Schau, was ist dein Wunsch? Und passt es wirklich zu deinem Pferd? Könnt ihr noch gemeinsame Wege gehen? Was ist stärker? Die Lust dein Bedürfnis zu befriedigen oder die Liebe zu deinem Pferd? Beides darf sein, nur es darf Ehrlichkeit dir selbst gegenüber herrschen. Respekt den Lebewesen gegenüber. Liebe unter uns selbst.

Wie kann man, als Mensch ohne direkte Begleitung durch die Pferde (kein “eigenes” Pferd, keine Reiterfahrung), seine Verbindung zu Pferden vertiefen?

Indem ihr sie liebt! Ihr Menschen habt immer das Bedürfnis alles gleich besitzen zu wollen, es anfassen zu können, zu erleben und zu erfahren. Das ist auch verständlich und legitim – nicht ohne Grund habt ihr einen Körper mit welchem ihr sinnliche Erfahrungen machen könnt mit all den physischen Sinnen, die euch mitgegeben wurden. Aber ihr könnt euch auch mit etwas verbunden fühlen, was nicht bei euch ist. Ähnlich wie eine alte Erinnerung an einen Menschen oder an ein Tier, welches ihr kanntet, liebtet und nun nicht mehr bei euch ist. Diese Erinnerung löst auch Gefühle in euch aus, sie oder er wird dadurch wieder ein Stück weit lebendig.

So könnt ihr es auch mit uns Pferden tun – Tagträumen, uns Malen, Pferdefilme schauen, Bücher lesen…

Was wäre das für sie das Wichtigste in der Beziehung zu Menschen (also worauf legen sie am meisten Wert)?

Gesehen zu werden! Wie geht es dir in einer Beziehung zu einem Menschen, welcher dich nur sehr oberflächlich wahrnimmt? Der nur sieht, was du zu geben hast und mäkelt, weil er mehr auf deine Fehler, Wehwehchen, Krankheiten und die Dinge schaut, die du noch nicht perfekt kannst?

Es ist kein Vorwurf. Es ist eine Erinnerung. Gebt euch gegenseitig das, was ihr euch selbst wünschen würdet. Es ist ganz einfach. Wir wollen gesehen werden, wie jedes Lebewesen auf dieser Erde. Mit unserem Herz, mit unseren Talenten, aber auch angenommen mit den Schwächen. Dann fühlen wir uns am Wohlsten, gut aufgehoben und umso mehr ihr uns liebt, seht und nehmt, wie wir sind, desto enger wird unsere Bindung zu euch sein!

Ich würde gerne wissen, welche Aufgabe die Pferde den Menschen gegenüber in der heutigen Zeit haben?

Welche Aufgabe hast du anderen gegenüber? Ganz gleich, ob Mensch oder Tier.

Du antwortest gerne mit Gegenfragen.

Ja, weil man immer besser verstehen kann, wenn man aus seinem Blickwinkel das Gefühl des anderen zu verstehen versucht. Ihr seid schnell im Verurteilen, wenn ihr euch aber in die Lage des anderen versetzt – so als würde es euch geschehen, dann ändert sich häufig die Härte, das Urteil. Es kommt zu Verständnis. Und Verständnis führt zu Vergebung und Einheit.

Das ist wundervoll! Danke. Wie würdest du die Gegenfrage beantworten? Welche Aufgabe haben wir den anderen gegenüber?

Ihr werft Schatten! Ihr zeigt dem anderen auf, wo er noch Urteile hat. Ihr zeigt ihm auf, was für Gefühle unentdeckt in ihm liegen, auf Heilung und Vergebung warten.

Das Pferd als Ur-Wesen erinnert die Menschen an eine Kraft, die in ihnen liegt. Ihr bewundert oft die Kraft, den Ausdruck eines Pferdes, welches ganz frei und stolz wirkt. Ihr bewundert seine Schönheit, welche von Innen nach Außen strahlt. Die Pferde geben euch ein Gefühl von Freiheit, Zeitlosigkeit. Ihr sehnt euch nach der Verbindung. Die Pferde helfen euch dabei weich zu werden, euch zu öffnen, eure Herzmauern zu lösen, einfach zu Sein. Ihr fühlt euch von uns gesehen. Aber nur von den Pferden, welche selbst keine Herzmauer haben. Die Pferde sind so unterschiedlich, wie ihr Menschen. Wir alle haben unterschiedliche Bewusstseinszustände und je nachdem, wie weit oder wie weit wir noch nicht entwickelt sind, verhalten wir uns auch. Ihr kennt emotional verletzte Menschen, die anderen weh tun, die sich im Kern ängstigen, sich abkapseln oder hart werden. Solche Pferde gibt es auch! Pferde, die nicht gesehen werden, deren Bedürfnisse regelmäßig nicht beachtet worden und zur Maschine des Menschen wurden, reagieren so unterschiedlich, wie die Menschen – manche resignieren, sie ertragen still, aber erkranken oft schnell und jung, sterben früher. Manche kämpfen für ihr Recht, müssen viel einstecken, werden für den Menschen unberechenbar und manche sind so ängstlich, dass sie nur noch zu machen und flüchten wollen.

Erkennt in den Pferden euch selbst! Eure Potentiale. Seht die Sehnsüchte und lernt sie euch selbst zu schenken: Freiheit, Herzöffnung, angenommen werden, wie ihr seid, innere Schönheit.

Gibt es etwas, dass ihr uns Menschen gerne mitteilen wollt? Einen Ratschlag oder sowas in der Art? Was können wir im Zusammenleben mit euch verbessern, damit ihr euch bei uns wohlfühlt?

Das tun wir doch bereits! Ich sagte, dass die Pferde so unterschiedlich sind in ihren Bedürfnissen, wie die Menschen. Manche lieben und brauchen die Weite, die Freiheit. Andere wiederum ziehen es kleiner und sicherer vor – viele Pferde oder wenige. Viel Bewegung oder wenig. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich. Also lautet mein Rat an euch: Lernt euer Pferd kennen und zwar OHNE euer Beeinflussung, ohne den Pferden das überstülpen zu wollen, was ihr euch wünscht. Seht sie, wie sie sind. In ihrer Reinheit und Pferd- und Menschpaar finden nie grundlos zusammen. Sie zeigen sich ihre Schatten und blinden Flecke auf – genau da, wo sie gerade stehen in ihrer (seelischen) Entwicklung.

Mein Rat für ein besseres Zusammenleben: „Hört“ zu! Seht ohne Überstülpung euer Gegenüber.

Lebt ihr gerne mit uns zusammen? Wie empfindet ihr das eingesperrt sein (egal ob Box oder Offenstall) ?
Ich mag euch nicht langweilen mit meinen Antworten, aber auch hier: Wir ALLE ein Jeder ist anders! Die Großzahl der Pferde sind so zivilisiert, dass sie sich in freier Wildbahn gar nicht mehr zurecht finden und sich ängstigen würden – aber auch nicht alle. Manche lieben es behütet zu sein, manche lieben sogar die Box, denn sie ist Ruheraum. Andere wiederum würden verrückt werden, würde man sie stundenlang in eine Box einsperren! Die Boxenhaltung ist generell nicht pferdgerecht, so viel ist sicher. Aber die Pferde haben sich daran gewöhnt, sie nehmen sie gerne als Rückzugsort, wenn ihnen woanders nicht die Möglichkeit gegeben ist auszuruhen.

Suncloud meint, dass ein generelles Problem sicherlich der Platz sei. Die meisten Pferde mögen es, dass für ihr Futter regelmäßig gesorgt sei, aber die meisten Pferde sehnen sich nach mehr Weite, nach mehr alleiniger Futtersuche, nach natürlichen Schutzmöglichkeiten (Bäume, Verwinklungen, einfache Offenställe), vor allem auch nach Platz zum Ausweichen. Wenn viele Pferde auf kleinem Raum gehalten werden, dann kann es für die rangniedrigen schnell zum Problem kommen, wenn sie zu müde sind. Diese mögen die Ruhe in der Box und das Futter für sich allein. Das sind die Dinge, an die sie sich gewöhnt haben. Wie Menschen, die in einer Großstadt in einer 1-Zimmer-Wohnung leben. Die Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich und wieder einmal geht es darum, dass jeder lernt sein Pferd zu lesen, zu erkennen und nicht die eigenen Wünsche auf es zu projizieren. Wobei es auch immer wieder Pferd-Menschen-Paare gibt, dessen Wünsche perfekt zueinander passen. Aber es gibt auch allzu oft Paare, die sehr konträr sind und immer, wenn es Reibung gibt, dann gibt es Chance zum Wachstum – auf beiden Seiten!

Was empfiehlst du diesen Mensch-Pferde-Teams?

Den Menschen zu sich zu schauen! Das Pferd ist der Spiegel. Das Pferd passt sich der Energie des Menschen an. Wir sind da sehr flexibel, dehnbar, wenn man so mag. Auch, wenn es scheinbar tiefsitzende Traumata und ähnliches gibt – im Kern sitzt doch alles nur in DIR. In jedem Menschen. Sie dürfen sich stets Fragen: Was ist der Wunsch hinter dem Wunsch? Welches Gefühl wünsche ich mir? Und wie kann ich es mir selbst erschaffen ohne mein Pferd? Oft treten dann Blockaden auf, Selbsterkenntnis tritt ein und darüber: Inneres Wachstum.

Was können wir tun um euch mehr Freiheit bei uns zu geben? Seid ihr glücklich bei uns?

Pferde, die gesehen werden sind glücklich! Lerne die Pferde / dein Pferd zu sehen – das schenkt Freiheit. Das Gefühl angenommen und geliebt zu sein.

Mit welchen Augen sehen sie die Welt? Sie sehen nicht viele Farben das ist ja bekannt aber… sehen sie Energie? sehen sie Seelen? Sind sie mit dem Kollektiven so verbunden wie wir es uns bei sog. “erleuchteten” Menschen vorstellen? Und wenn ja, können sie aktiven Einfluss nehmen auf die vorherrschenden Energiefrequenzen?

Es dauert eine Weile, ehe Suncloud auf diese Frage antwortet. Es wirkt fast, als würde er schmunzeln, er sortiert sich und fragt sich, wie er es am Besten für uns deutlich machen kann. Dann zeigt er mir ein spannendes Bild. Er unterteilt hunderte von Pferden in verschiedene Grüppchen. Eine Gruppe dieser Pferde ist 1:1 mit dem Kollektivbewusstsein verbunden. Sie sehen ALLES, sie können wechseln zwischen den Welten – sehen mal das Stoffliche, mal das Feinstoffliche, mal alles zusammen. Sie sehen die Aura der Menschen, aber erleben sich auch in ihrem Körper mit ihren physischen Sinnen. Diese Pferdegruppe bezeichnet er als „erleuchtet“. Es gibt aber viele verschiedene Gruppen, viele Abstufungen. Er zeigt mir eine weitere Gruppe, welche dieselben Voraussetzungen hat, wie die erste, aber mit dem Unterschied, dass sie umgeben sind von einer Art Schleier, wie eine unsichtbare Glocke, welche sie abschirmt. Jede der anderen Pferdegruppen hat mehrere, übereinander liegende Schleier und mit jedem Bewusstseinssprung löst sich ein Schleier, was dazu führt, dass sie mehr mit der Quelle verbunden sind, mehr wissen.

Bei uns Menschen ist es genauso und es laufen derzeit noch sehr viele Menschen mit vielen Schleiern auf der Erde herum. Sie wissen einfach nicht mehr, wer sie sind oder weshalb sie überhaupt hier sind. Wie Marionetten – vom Außen gesteuert, durch die Medien, durch Programme, durch Überzeugungen, durch die Urteile und Bewertung anderer und sie sind so ohnmächtig in ihrer Rolle, dass sie sich gegenseitig verletzen und jeden „niedermachen“, welcher eine andere Überzeugung hat – denn wenn von Außen jemand an ihrem Glaubenssystem rüttelt, wird das als höchst bedrohlich empfunden. Es ist das, woran sie sich stützen, festhalten, was sie ausmacht, da sie die Anbindung zu sich selbst und ans Göttliche (Universum, Schöpfung, Quelle etc.) verloren haben.

Du hast gesagt, dass Toleranz und Akzeptanz sehr wichtig wären.

Ja! Denn das bringt Friede, das bringt die Einheit zurück – das Verstehen des Gegenübers.

Toleranz ist der erste Schritt den anderen so anzunehmen, wie er ist. Es ist das genaue Gegenteil vom Überstülpen der eigenen Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse. Es bedeutet den anderen so zu sehen, wie er ist und der zweite Schritt ist die Akzeptanz – ihn so sein zu lassen, wie er ist, ihn so lieben, wie er ist. Trefft ihr dabei jedoch auf Widerstand und ihr könnt das ein oder das andere absolut nicht akzeptieren, dann ist dies ein Hinweis für euch! Es ist der Hinweis, zu euch selbst blicken zu dürfen. Dann alle Wertungen entstammen euch! Wie könntet ihr sonst eine Wertung abgeben? Ihr selbst verleiht etwas einen Wert oder nehmt ihm diesen.

Das heißt auch, dass ihr so lange nicht durch eine reine, klare Brille schaut, wie der Blick auf euch selbst noch verklärt ist. Ihr seid nur imstande so viel zu lieben, wie ihr euch selbst entgegen bringt. Umso mehr Selbstliebe ihr empfindet, desto mehr Liebe könnt ihr ausstrahlen und die schlechten Wertungen und all das, zeigen wo eure blinden Flecken sind. Was noch angenommen werden kann. Aus diesem Grunde erscheinen euch Menschen und Tiere auch so attraktiv, welche sich selbst lieben – nicht im egoistischen oder narzisstischem Sinne, sondern in einem Wissen darüber, wer man wirklich ist. Ihr werdet auch spüren, dass solche Menschen und Tiere eine innere Gelassenheit und Ruhe ausstrahlen, sie wirken anziehend, man fühlt sich wohl in ihrer Nähe. Und auch solche Pferde gibt es. Sie wissen, wo ihr Platz ist, sie wissen, dass alles genauso gut ist, wie sie es gerade vorfinden, ohne es aktiv ändern zu wollen.

Wie können die Menschen mehr Toleranz & Akzeptanz entwickeln?

Indem ihr die Verantwortung für alles im Außen wieder zu euch nehmt, diese Seiten, die ihr wertet und beurteilt, als die euren erkennt und sie zu lieben lernt. Aus dem Grunde ist auch das pferdegestützte Coaching gerade so beliebt. Tiere reagieren auf Energien, aber auch nicht alle Pferde sind für eine solche Arbeit geeignet. Es gibt auch noch genügend Pferde, die verklärt wirken, aber nur solche, die sich in einem entsprechenden Umfeld aufhalten – die die verklärten Seiten der Menschen wiederspiegeln.

Moment…das heißt, dass alle Pferde reine Wesen sind und die Verklärungen (also auch Traumata etc.) nur daher rühren, dass sie von Menschen umgeben sind, die noch lernen dürfen diese Seiten anzunehmen.

Ja, Sarah. Genau. Aber das seid ihr auch! Das sind wir alle!

Suncloud holt weiter aus und er sagt, dass es hier um keine Schuldfrage geht oder um die Frage „Was war zuerst da“, es geht darum, dass sich jede Seele in der Rolle befindet, die gespielt werden soll und darf für den anderen. Dass auch die Menschen mal verklärt sind, um den Tieren oder ihren Mitmenschen blinde Flecken aufzuzeigen.

Deshalb weilen wir hier untereinander – wir helfen uns gegenseitig, wir machen uns gegenseitig auf all das aufmerksam, was noch Heilung erfahren möchte. Wir brauchen eine Projektionsfläche.

Vielen Dank für den tiefen Einblick! Ich habe noch eine Frage mitgebracht…

Das vollständige Gespräch habe ich bereits geführt. :) Um hier aber nicht den Rahmen zu sprengen, werde ich den dritten und letzten Teil in den kommenden Tagen veröffentlichen.

Wenn dich die Antworten auf diese Fragen interessieren, dann wirst du über meinen Newsletter informiert, sobald ich die Antworten veröffentlicht habe! :)

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Alles Liebe,
Sarah

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